Die klugen Tricks der Waschbären
Mitten im Wald, wo die Bäume dicht stehen und alles ruhig ist, leben drei kleine Waschbären. Sie heißen Karo, Wini und Wuschelina.
Karo ist der älteste. Er ist sehr klug und hat immer gute Ideen. Wini, der mittlere Bruder, ist mutig und probiert gern Neues aus. Wuschelina, die Jüngste, ist aufmerksam und bemerkt Dinge, die andere oft übersehen.
Waschbären sind übrigens sehr neugierig und geschickt. Sie haben kleine Pfoten, fast wie Hände, mit denen sie klettern, graben und sogar Dinge öffnen können - fast wie wir Menschen. Manchmal sieht es so aus, als würden sie etwas waschen, wenn sie mit den Pfoten im Wasser spielen. Deshalb heißen sie auch Waschbären.
Eines Abends, als der Mond hell scheint, sagt Wini "Lasst uns den geheimnisvollen Teil des Waldes erkunden! Dort soll es einen Bach mit ganz klarem Wasser und die süßesten Beeren geben." Die drei Geschwister machen sich auf den Weg.
Bald kommen sie zu einem breiten Bach. Das Wasser glitzert im Mondschein. "Oh nein, wie sollen wir da rüberkommen?", fragt Wuschelina. Karo denkt nach und sagt "Wir bauen eine Brücke aus Ästen!" Die Waschbären sammeln Zweige und legen sie übereinander. Bald haben sie eine kleine Brücke gebaut - und plitsch, platsch, schon sind sie auf der anderen Seite. Wusstest du? Waschbären können richtig gut schwimmen. Sie haben keine Angst vor Wasser und können sogar kleine Fische fangen.
Nach einer Weile stoßen sie auf ein dichtes Gebüsch. Dahinter riecht es herrlich nach Beeren. Doch der Weg ist versperrt. Wini strahlt "Ich habe eine Idee! Wir graben einfach einen Tunnel!" Die drei graben mit ihren Pfoten ein kleines Loch, bis sie hindurchkrabbeln können. Und tatsächlich - dahinter warten die Beeren! Waschbären lieben Beeren, Früchte, Nüsse und manchmal sogar Mais vom Feld. Sie sind richtige Allesfresser und probieren gern Verschiedenes.
Gerade wollen sie naschen, da raschelt es im Gebüsch. Ein Fuchs kommt näher! Wuschelina flüstert schnell "Psst, versteckt euch!" Die Waschbären huschen hinter einen Baumstamm und bleiben ganz still. Der Fuchs schnuppert, findet aber nichts Spannendes und trottet davon. Weil Waschbären vor allem nachts unterwegs sind, nennt man sie nachtaktiv. In der Dunkelheit hören und riechen sie besonders gut - so können sie Gefahren rechtzeitig bemerken.
Jetzt können die drei endlich die leckeren Beeren probieren. Sie essen, lachen und erzählen sich Geschichten, bis der Mond schon fast untergeht. Auf dem Heimweg benutzen sie wieder ihre Tricks, um sicher durch den Wald zu kommen.
Als sie zurück in ihrem Bau sind, kuscheln sie sich zusammen. Sie sind müde - aber glücklich. Denn sie wissen, wenn sie zusammenhalten, können sie jedes Abenteuer bestehen. Und im Wald warten bestimmt noch viele spannende Geheimnisse auf Karo, Wini und Wuschelina.