📅Sonntag, 25. Januar 2026
4 Minuten

Die Mäuse und der Käsekomet

Fred steht mitten auf der Lichtung und starrt in den Himmel. Der Käsekomet, von dem alle im Mäusedorf sprechen, zieht einen leuchtenden käsegelben Schweif hinter sich her. Fred ist ein Kind, das nie stillstehen kann. Seine Füße wippen ständig, als wollten sie immer weiterlaufen, selbst wenn er schläft. Heute aber hält ihn der Anblick des Kometen gefangen und er schaut ruhig und gebannt nach oben. Er hat gehört, dass der Komet aus purem Käse besteht und das lässt seinen Magen knurren.

Neben ihm steht Saskia, seine beste Freundin. Sie kaut nachdenklich auf einem Grashalm und schielt zu Fred hinüber. "Was, wenn wir ihn erreichen könnten?", fragt sie plötzlich. Fred blinzelt und seine Gedanken wirbeln wie Herbstblätter im Wind. "Du meinst, wir könnten ein Stück vom Kometen probieren?"

"Genau das meine ich", antwortet Saskia, ihre Augen funkeln wie zwei kleine Sterne. "Wir bauen eine Rakete. Aus all den Sachen, die wir finden können."

Fred nickt, seine Füße beginnen wieder zu wippen. Er liebt es, Dinge zu bauen. Vor allem aus Sachen, die für andere nutzlos sind. Alte Bretter, verbeulte Eimer, ein kaputter Regenschirm. Alles kann zu etwas Großartigem werden, wenn man nur daran glaubt und die richtige Schraube hat.

Ein paar Tage später, in einer Ecke des Gartens, steht eine seltsame Konstruktion. Die Rakete ist etwas schief, aber das ist nicht weiter schlimm. "Bereit für den Start?", ruft Fred schon bald, obwohl er selbst nicht sicher ist, ob das alles wirklich funktionieren kann. Er spürt ein Kribbeln im Bauch, eine Mischung aus Aufregung und Zweifeln.

Saskia nickt und sie klettern hinein. "Zehn, neun, acht...", zählt Fred, als ob die Zahlen sie tatsächlich in den Himmel katapultieren könnten. Bei "eins" drückt er auf einen alten roten Knopf, der einmal zu einem Spielzeugauto gehört hat. Nichts passiert. Ein Moment der Stille, dann bricht Saskia in Lachen aus. Fred kann nicht anders und stimmt mit ein. "Vielleicht sollten wir noch ein paar Schrauben festziehen", schlägt Saskia vor, während sie aus der Rakete klettern.

In der Nacht liegt Fred wach und denkt an den Kometen. Er fragt sich, ob er wirklich aus Käse besteht. Und wenn ja, welche Sorte? Vielleicht Gouda, oder Emmentaler? Das wäre perfekt! Er dreht sich zur Seite und schläft schließlich ein, er träumt von einer Welt, in der alles möglich ist.

Am nächsten Tag geht es weiter. Die beiden verbessern die Rakete und probieren neue Ideen aus. Manchmal streiten sie ein bisschen wie es gemacht werden soll, aber das gehört dazu. Schließlich ist es nicht einfach, eine Rakete zu bauen. Doch jedes Mal, wenn sie einen Fehler machen, lernen sie etwas Neues. Wie beim Spielen im Matsch, wo man erst herausfindet, wie tief eine Pfütze ist, wenn man hineinspringt.

Am Abend, als die Sonne untergeht, sitzen sie wieder einmal auf der Lichtung und schauen zum Himmel. Der Komet ist noch da, sein Schweif zieht sich wie eine Spur aus Gold durch die Dunkelheit. "Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, ob wir ihn erreichen", sagt Fred schließlich. "Vielleicht ist es wichtiger, dass wir es zusammen versucht haben." Er reicht Saskia ein Stück Emmentaler Käse, die es dankend annimmt.

Saskia lächelt und legt ihren Kopf auf seine Schulter. "Vielleicht hast du recht", murmelt sie und schließt die Augen. Fred spürt die Ruhe der Nacht um sich herum und seine Füße sind still. Zum ersten Mal genießt er den Moment, ohne an das nächste Abenteuer zu denken.

Doch tief in seinem Herzen weiß Fred, dass der Komet auf ihn und Saskia wartet. Und irgendwann schaffen sie es vielleicht doch noch ein kleines Stück von ihm abzubeißen. Irgendwann.

Gute N8i

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Die Mäuse und der Käsekomet

Das Schlaflied zur Geschichte 💫


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Zusammenfassung & Lektion 📌

In dieser bezaubernden Vorlesegeschichte für Kinder dreht sich alles um die Kraft der Freundschaft und den Mut, seine Träume zu verfolgen. Fred, ein unruhiger Mäusejunge, der nie stillstehen kann, wird von einem geheimnisvollen Käsekomet am Himmel in den Bann gezogen. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Saskia, die mit funkelnden Augen und einem Grashalm im Mund an seiner Seite steht, schmiedet er den Plan, eine Rakete zu bauen, um den Kometen zu erreichen. Die beiden jungen Abenteurer sammeln alles, was sie finden können - alte Bretter, verbeulte Eimer und sogar einen kaputten Regenschirm - und verwandeln es in eine fantastische Rakete. Diese Gute-Nacht-Geschichte zeigt auf spielerische Weise, wie wichtig es ist, gemeinsam zu träumen und zu lernen. Die kleinen Leser erfahren, dass es nicht immer darauf ankommt, das Ziel zu erreichen, sondern den Weg dorthin zu genießen. Fred und Saskia lernen aus ihren Fehlern und erleben, dass das eigentliche Abenteuer oft in der Zusammenarbeit und den gemeinsamen Erlebnissen liegt. Diese herzerwärmende Geschichte inspiriert Kinder dazu, kreativ zu sein, an sich zu glauben und die Magie der Freundschaft zu entdecken. Ideal zum Vorlesen, lädt sie dazu ein, sich in eine Welt voller Fantasie und Entdeckungen zu verlieren, während die Sterne am Himmel funkeln und der Käsekomet seine geheimnisvolle Reise fortsetzt.