📅Freitag, 23. Januar 2026
4 Minuten

Janas Juwelenjagd

Jana hüpft durch den Garten, als ihre Augen auf etwas Funkelndes fallen. Es ist ein Stein, der im Sonnenlicht glitzert wie ein kleiner Stern. "Ein Juwel!", ruft sie begeistert und hebt ihn vorsichtig auf. Ihre Fantasie sprudelt über und sie beschließt, dass dies der Beginn einer großen Schatzsuche ist.

Mit dem Stein in der Hand macht sich Jana auf den Weg. Sie trägt dabei ihren Lieblingshut, der mit bunten Federn geschmückt ist. Dabei hat sie auch ihre Tasche, die sie mit allem gefüllt hat, was ein Schatzsucher braucht: eine Lupe, ein altes Notizbuch und ein paar Kekse für den kleinen Hunger zwischendurch.

Jana marschiert entschlossen in Richtung des alten Apfelbaums, der am Ende des Gartens steht. "Vielleicht gibt es hier noch mehr Juwelen", denkt sie und beginnt, den Boden um den Baum herum zu untersuchen. Sie entdeckt einen kleinen, runden Kiesel, der in der Sonne schimmert. "Ein Mondstein!", flüstert sie ehrfürchtig und legt ihn zu ihrem ersten Fund.

Weiter geht es zum Teich, wo die Frösche fröhlich quaken. Jana kniet sich hin und schaut ins Wasser. Da, zwischen den Seerosen, blitzt etwas auf. Sie fischt vorsichtig einen glatten, blauen Stein heraus. "Ein echtes Meeresjuwel!"

Jana setzt ihre Suche fort und gelangt schließlich zur Gartenbank, die von bunten Blumen umgeben ist. Hier entdeckt sie einen Stein, der in der Sonne schimmert. "Ein Regenbogenstein!", ruft sie und tanzt vor Glück.

Ihre Tasche wird schwerer, aber Janas Herz ist leicht wie eine Feder. Sie setzt sich auf die Bank und betrachtet ihre Schätze. Jeder Stein erzählt eine eigene Geschichte und Jana malt sich aus, wie sie in einer geheimen Höhle voller funkelnder Juwelen steht.

Plötzlich hört sie ein leises Rascheln. Ein kleiner Vogel mit leuchtend roten Federn hüpft neugierig auf sie zu. "Hallo, kleiner Freund", sagt Jana leise. Der Vogel pickt vorsichtig an einem der Steine und zwitschert fröhlich. Jana lacht. "Du bist wohl auch ein Schatzsucher", sagt sie und sieht ihm zu.

Der Vogel flattert aufgeregt und fliegt dann in Richtung des alten Apfelbaums. Jana folgt ihm und entdeckt dort ein Nest, das mit kleinen, bunten Federn und allerlei gefundenen Dingen ausgekleidet ist. "Das ist also dein Schatz", flüstert sie leise. Jana sitzt noch eine Weile unter dem Apfelbaum und schaut dem Vogel zu.

Dann schaut sie noch einmal in ihre Tasche. Die Steine funkeln nicht weniger als zuvor, doch plötzlich fühlen sie sich anders an. Leiser. Schwerer. Sie denkt an den Vogel, an sein Nest, an die Sorgfalt, mit der er jede Feder gesammelt hat. "Schätze sind nicht zum Wegnehmen da", sagt Jana zu sich. "Manche sind nur zum Anschauen." Behutsam nimmt sie einen Stein nach dem anderen heraus und legt sie unter den Apfelbaum, genau dort, wo die Wurzeln aus der Erde kommen. "Schätze wollen nicht besessen werden", flüstert sie, ohne genau zu wissen, warum ihre Stimme zittert.

Der Vogel kehrt zurück, setzt sich auf einen Ast über ihr und sieht sie an. Für einen Moment scheint es, als würden sich ihre Blicke verstehen. Dann lässt er eine kleine rote Feder fallen, die sanft neben Jana auf den Boden schwebt. Jana hebt sie auf, hält sie fest in ihrer Hand. Sie ist warm von der Sonne und leichter als alles, was sie heute gefunden hat.

"Wenn man achtsam ist, bekommt man etwas viel Wertvolleres als glitzernde Dinge. Nicht alles, was schön ist, muss mir gehören, manchmal bekommt man mehr, wenn man etwas gibt", denkt sie sich.

Als Jana schließlich nach Hause geht, ist ihre Tasche fast leer. Nur die Feder ihres neuen Freundes liegt darin, zwischen dem Notizbuch und den Keksbröseln. Doch in ihrem Herzen trägt sie etwas viel Größeres: das Wissen, dass manche Schätze nicht funkeln müssen, um wertvoll zu sein.

Während sie sich noch einmal umdreht und den Apfelbaum im Abendlicht sieht, spürt sie, wie ihr eine Träne über die Wange läuft - nicht aus Traurigkeit, sondern aus Glück, das sie nie wieder vergessen wird.

Gute N8i

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Janas Juwelenjagd

Das Schlaflied zur Geschichte 💫


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Zusammenfassung & Lektion 📌

Ein leiser Wind kündigte an, dass heute etwas Besonderes passieren würde. Jana, ein abenteuerlustiges Mädchen, entdeckt im Garten einen funkelnden Stein und beginnt eine fantasievolle Schatzsuche. Mit ihrem Lieblingshut und einer Tasche voller nützlicher Dinge macht sie sich auf den Weg, um weitere Juwelen zu finden. Diese Gute-Nacht-Geschichte entführt Kinder in eine Welt voller Magie und Entdeckungen, wo jeder Stein eine eigene Geschichte erzählt. Während Jana ihre Schätze sammelt, lernt sie eine wertvolle Lektion über Freundschaft und den wahren Wert von Dingen. Ein kleiner Vogel mit leuchtend roten Federn wird zu ihrem Begleiter und zeigt ihr, dass Schätze nicht immer materiell sein müssen. Die Geschichte fördert die Vorstellungskraft und lehrt Kinder, dass wahre Schätze oft in den einfachsten Dingen liegen. Mit einer ruhigen Erzählweise und bildhaften Beschreibungen ist diese Vorlesegeschichte ideal, um die Fantasie der Kleinen zu beflügeln und sie sanft in den Schlaf zu begleiten. Janas Abenteuer im Garten ist nicht nur eine Suche nach glitzernden Steinen, sondern auch eine Reise zu den wertvollsten Schätzen des Herzens.